Pia Olbrich und Tom Greisner meisterten in den Sommerferien besondere Herausforderungen bei der JuniorAkademie NRW

Für Pia Olbrich (Klasse 9a) und Tom Greisner (Klasse 8a) waren die Sommerferien 2026 alles andere als gewöhnlich: Zehn Tage lang beschäftigten sich die MG-Schülerin und der MG-Schüler gemeinsam mit weiteren wissenschaftlich besonders interessierten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen mit spannenden Fragestellungen aus unterschiedlichen Fachbereichen, wobei die englische Sprache sie miteinander verband. Beide waren von ihren Lehrerinnen und Lehrern für die JuniorAkademie NRW vorgeschlagen und anschließend von einer Jury für die Teilnahme ausgewählt worden. Bereits dies ein bemerkenswerter Erfolg, denn nur etwa ein Viertel der vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten erhält einen der begehrten Akademieplätze.

Lernen weit über den Schulunterricht hinaus

Die JuniorAkademie NRW ist ein außerschulisches Förderangebot für besonders leistungsfähige, neugierige und motivierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9. Während der Sommerferien beschäftigen sie sich intensiv mit wissenschaftlichen Fragestellungen, die deutlich über den regulären Schulstoff hinausgehen. Neben fachlicher Leistung stehen eigenständiges Denken, Kreativität, gemeinsames Arbeiten und die Begegnung mit Gleichgesinnten im Mittelpunkt.

Die Akademie in Ostbevern fand vom 11. bis 21. August 2026 im Internat Schloß Loburg statt. Insgesamt kamen dort 64 Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen. Vier Kursangebote standen zur Auswahl: „Nanotechnology“, „Investigating the Physical Universe“, „The Flip Side of Climate Change“ und „Math meets Music“.

Pia und Tom entschieden sich unabhängig voneinander für „Math meets Music“ – einen Kurs, der Mathematik, Physik und Musik auf besondere Weise miteinander verband.

Zunächst beschäftigten sich die Jugendlichen mit den physikalischen und mathematischen Grundlagen harmonischer Schwingungen und Wellen. Anschließend wurden die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt: Die Teilnehmenden untersuchten reale Musikinstrumente und planten und bauten auf Grundlage eigener mathematischer Berechnungen schließlich selbst Instrumente. Mathematik und Physik wurden so im wahrsten Sinne des Wortes hörbar.

Eine zusätzliche Herausforderung bestand darin, dass die Kurssprache durchgängig Englisch war. Das Team der Dozentinnen und Dozenten setzte sich aus deutschen und britischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen. Fachliche Diskussionen, Erklärungen und Präsentationen fanden daher ebenfalls auf Englisch statt. Pia und Tom konnten dabei von ihren Erfahrungen am Marien-Gymnasium profitieren, denn beide besuchen eine bilinguale Klasse.

Neben der konzentrierten wissenschaftlichen Arbeit bot die JuniorAkademie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Sport, Musik und kreativen Aktivitäten. Die beiden MGler spielten im eigens aus den Teilnehmenden gegründeten Orchester und sangen auch im Akademiechor.

Eine Besonderheit waren zudem die kursübergreifenden Angebote. Diese wurden von den Jugendlichen selbst vorbereitet und durchgeführt. So konnten sie eigene Interessen, Fähigkeiten und Hobbys mit anderen teilen und dabei selbst einmal in die Rolle der Lehrenden schlüpfen.

Gerade diese Verbindung aus wissenschaftlicher Herausforderung und Gemeinschaft macht den besonderen Charakter der JuniorAkademie aus: Die Jugendlichen können ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, Gleichgesinnte kennenlernen und erleben, wie bereichernd gemeinsames Lernen und Forschen sein kann.

Souveräner Abschluss auf Englisch

Den Höhepunkt der zehn Akademietage bildete die Abschlussveranstaltung. Vor Eltern sowie Gästen aus Politik und Ministerium präsentierten die Jugendlichen ihre Arbeitsergebnisse. Auch Pia und Tom vom MG stellten gemeinsam mit ihrem Kurs die Erkenntnisse und Ergebnisse aus „Math meets Music“ vor – selbstverständlich ebenfalls auf Englisch.

Auch MG-Schulleiter Frithjof Egert nahm an der Abschlussveranstaltung teil und konnte vor Ort miterleben, mit welcher Souveränität die beiden ihre Arbeitsergebnisse präsentierten. Für das Marien-Gymnasium ist ihre erfolgreiche Teilnahme eine besondere Anerkennung ihres Engagements, ihrer Neugier und ihrer Bereitschaft, sich auch außerhalb des Unterrichts anspruchsvollen Herausforderungen zu stellen.

„Am liebsten wären wir noch geblieben“

Wie begeistert Pia und Tom von ihrer Zeit in Ostbevern waren, zeigte sich zum Ende der zehn Akademietage: Am liebsten wären beide noch länger geblieben. Neben neuen mathematischen und physikalischen Erkenntnissen, nehmen sie musikalische Erfahrungen, zusätzliche Sicherheit im Umgang mit der englischen Sprache und vor allem zahlreiche Erinnerungen und neue Bekanntschaften mit nach Hause.

Das Marien-Gymnasium gratuliert Pia Olbrich und Tom Greisner herzlich zu ihrer erfolgreichen Teilnahme an der JuniorAkademie NRW. Beide haben eindrucksvoll gezeigt, wie Neugier, Leistungsbereitschaft und Freude am gemeinsamen Lernen zu einer außergewöhnlichen Erfahrung werden können.

 Frithjof Egert

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