Sie erwarb Einblicke in Familienhilfe und Kinderpsychiatrie, unterstützte Jugendliche bei der Berufsfindung,  begleitete  Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose... und nun ist ihre Wirkungsstätte das Marien-Gymnasium Werl.

Willkommen der ersten eigenen Schulsozialarbeiterin! Seit dem 1. Februar  verstärkt Sibel Toykun das Kollegium des MG als sozialpädagogische Fachkraft. Die 26-Jährige freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe: „Ich bin hier von allen sehr freundlich aufgenommen worden und empfinde die Atmosphäre als  äußerst angenehm. Ich habe mich am Marien-Gymnasium sofort wohl gefühlt.“

Sibyl Toykun sammelte während ihres Bachelor- und Master-Studiums in Erziehungswissenschaften bereits praktische Erfahrungen in vielen Arbeitsbereichen, etwa in einer stationären Kinder- und Jugendklinik oder im Familienunterstützenden Dienst. „Nach meinem Studium habe ich mit viel Freude in der Caritas-Erziehungsberatungsstelle Werl gearbeitet“, erzählt sie.

Um sich fachlich weiterzuqualifizieren, beginnt sie in diesem Jahr eine Ausbildung zur systematischen Beraterin mit Schwerpunkt Schule. Mitglied im Arbeitskreis Schulsozialarbeit des Kreises Soest ist sie außerdem schon.

Was sie ans Marien-Gymnasium zog? „Ich hatte den Wunsch, an einer Schule zu arbeiten, da mir das Setting und die Aufgaben dort viel Freude bereiten.“ Welche Aufgaben das konkret sein werden, lotet die neue Schulsozialarbeiterin derzeit gemeinsam mit dem engagierten Kollegium aus. Die Beobachtungen darüber, welche sozialen Arbeiten bereits am MG stattfinden, welcher aktueller Bedarf besteht und wo die Schule hin möchte, werden in ein Konzept einfließen, das Toykuns konkreten Aufgaben als Schulsozialarbeiterin am MG beschreibt.

„Ansonsten bin ich bereits Ansprechperson für alle hier in der Schule und auch für die Eltern“, erzählt Sibel Toykun. Sie hat diverse Tätigkeiten übernommen, um mit den Schülerinnen und Schülern persönlich in Kontakt zu kommen: So begleitet sie sie zum Mittagessen und wirkt beim Projekt „Durchstarten
am MG“ mit. „Es befinden sich bereits weitere spannende Aufgaben in der Planung, auf die ich mich sehr freue!“

Und zum brisanten Thema Mobbing kann Sibel Toykun an nun „ihrer“ Schule bereits gute Ansätze erkennen: „Es gibt breits viele gute präventive als auch intervenierende Maßnahmen, um Mobbing zu begegnen. Das beginnt schon mit dem Leitbild der Schule: Es benennt  „Weltoffenheit, Toleranz, Wertschätzung“, „Verantwortung aller
Beteiligten für die Gestaltung des Lebens- und Lernortes Schule“ und
„Konstruktive Konfliktbewältigung als Baustein für ein friedliches Miteinander“, und genau das sehe ich hier auch in die  Tat umgesetzt“, lobt die 26-Jährige Kollegium und  Schulleitung. „Es wird größten Wert auf ein friedliches und gewaltfreies Miteinander gelegt. Und es sind ausgeprägte demokratische Strukturen vorhanden, die den Schülerinnen und Schülern viele Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen und die ich vielfältig ausbaubar sehe: soziale Dienste, AGs und noch so vieles mehr...“ Wieso demokratische Schulkultur so wichtig ist? Die Jugendlichen, weiß Sibel Toykun, können so ihre Interessen und Fähigkeiten konstruktiv nutzen, fühlen sich akzeptiert, gewertschätzt und respektiert. Und das sind Erfahrung der jungen Schulsozialarbeitern die wichtigsten Bollwerke gegen Mobbing.

 

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